
Der Start in die Partie verlief aus Sicht der Leimentalerinnen harzig. Im Angriff passte nicht viel zusammen und die Defensive liess jegliche Aggressivität vermissen. Einzig Torfrau Christine Rysler schien bereits im Spiel angekommen sein und verhinderte Schlimmeres. Nach 13 Minuten Spielzeit beim Stand von 3:7 nutzten die Trainer Müller/Zbinden schliesslich ihr Timeout, um die Spielerinnen wachzurütteln. Allerdings gelang es den Leimentalerinnen erst zwischen der 20. und 25. Minute drei Tore aufzuholen. Mit einem 10:11 verabschiedete man sich in die Pause.
Die ersten fünf Minuten der zweiten Halbzeit waren ein offener Schlagabtausch. Der HSG Leimental gelang dabei erstmals der Ausgleich zum 14:14. Die Trainer Müller/Zbinden ordneten eine enge Deckung der torgefährlichsten Gegenspielerin an. Die Massnahme zeigte Wirkung: ganze sieben Minuten lang, gelang den Willisauerinnen in der Folge kein Tor mehr. Leider konnten aber die Leimentalerinnen kein Kapital aus der guten Verteidigungsarbeit schlagen. Ohne weiteres hätten sie bereits in dieser Phase das Spiel vorentscheiden können. Doch in diesem Wissen agierten die Leimentalerinnen einmal mehr viel zu hektisch. Gleich viermal hintereinander verloren sie den Ball praktisch schon vor der Mittellinie wieder an den Gegner. So war das Spiel auch nach dreiviertel der Spielzeit beim Stand von 15:15 völlig offen. In der Folge waren es zwar immer die Leimentalerinnen, die 1-2 Tore vorlegen konnten, allerdings blieben die Luzernerinnen hartnäckig und bescherten damit dem Heimteam und dem Publikum eine heisse Schlussphase. Zwei Minuten vor Schluss schaffte der STV Willisau den Ausgleich zum 24:24. Die Willisauerinnen empfingen danach ihren Gegner bereits an der Mittellinie und versuchten den entscheidenden Fehler zu provozieren. Das Glück blieb diesmal aber beim Heimteam. Nach einem riskanten Pass auf Fabienne Thommen, verwertete diese das wichtigste Tor des Abends. Die Willisauerinnen kamen nochmals zu einem Torwurf, der von der Rechtsaussen geworfene Heber traf allerdings nur die Torumrandung. Mit einer letzten Aktion machte schliesslich die kämpferisch auftretende Livia Fricker den Sack zu.
Konnte man sich zum Ende über zwei Punkte freuen, so hatte man gleichzeitig zwei verletzungsbedingte Ausfälle zu beklagen. Bereits in der ersten Halbzeit verletzte sich Stéphanie Andrey am Sprunggelenk. Mitte der zweiten Halbzeit schied schliesslich Maya Kämpf mit einer Knieverletzung aus. Damit gesellen sie sich zu der am Knie Langzeitverletzten Andrea Cassani und der frisch am Finger operierten Nadja Lüthi. Es bleibt zu hoffen, dass die Verletzungshexe künftig anderswo ihr Unwesen treibt. An dieser Stelle gute Besserung an alle!